Auf den Notfall vorbereitet: So lassen sich Badeunfälle vermeiden

  • Gitti
  • 14. July 2014 16:30
  • Blog

Sommerzeit ist Badezeit, und an Stränden, Seen und in Freibädern tummeln sich nun wieder Familien mit Kindern. Leider kommt es dabei immer wieder zu Badeunfällen. Wie Sie Ihr Kind effektiv schützen können und wie Sie im Notfall richtig reagieren, erfahren Sie hier.

Eine unterschätzte Gefahr

Viele Kinder ertrinken völlig lautlos, während sich die Eltern nur wenige Meter entfernt aufhalten. Insbesondere kleine Kinder machen in einer Gefahrensituation nicht durch Schreien oder Winken auf sich aufmerksam. Hier genügt ein unachtsamer Moment, und das Kind gerät in Lebensgefahr. Da Kinder einen überproportional großen Kopf haben, verlieren sie im Wasser schnell das Gleichgewicht. Gerät der Kopf abrupt unter die Wasseroberfläche, löst dies einen Schock aus: Die Stimmritze, die sich im Rachenraum befindet, schließt sich, sodass das Atmen unmöglich wird. Das Kind erstickt, obwohl kein einziger Tropfen Wasser in die Lungen gelangt. Bei kleinen Kindern reichen daher schon wenige Zentimeter, um zu ertrinken. Viele Unfälle ereignen sich daher nicht an Seen oder in Freibädern, sondern zu Hause im Planschbecken oder in der Badewanne. Schwimmflügel bieten keinen ausreichenden Schutz – lediglich Rettungswesten sind in Kombination mit aufmerksamen Eltern wirklich sicher.

Im Notfall richtig reagieren

Achtsamkeit ist die beste Vorbeugung gegen Badeunfälle. Lassen Sie Ihre Kinder daher nie unbeaufsichtigt! Außerdem ist es empfehlenswert, Kindern möglichst früh das Schwimmen beizubringen. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Badeunfall, müssen Sie zügig reagieren. Ziehen Sie das Kind sofort aus dem Wasser und wickeln Sie es in eine Decke, denn Kinder kühlen besonders schnell aus – und das bereits bei einer Wassertemperatur unter 28 Grad. Selbst dann, wenn Ihr Kind nur ein wenig Wasser geschluckt hat und sich völlig normal verhält, sollten Sie einen Arzt konsultieren, damit er eine gründliche Untersuchung, insbesondere der Lungen, vornimmt. Ein bewusstloses Kind muss sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden. Kontrollieren Sie, ob die Atemwege frei sind und führen Sie gegebenenfalls eine Mund-zu-Mund-Beatmung durch (bei Babys: Mund-zu-Nase). Auf keinen Fall sollten Sie das Kind schütteln oder mit dem Kopf nach unten in die Luft halten! Hören Sie mit der Beatmung und der Herzdruckmassage erst auf, wenn der alarmierte Notarzt eintrifft.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wenn Sie sich mit Ihrem Kind in der Nähe von Wasser aufhalten, können Sie gar nicht vorsichtig genug sein. Auch dann, wenn Ihr Kind bereits schwimmen kann, sollten Sie es nie aus den Augen lassen, um Unfälle zu vermeiden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, damit Sie im Notfall schnell und richtig reagieren können.

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