Badesaison: So vermeiden Sie Ohrentzündungen bei kleinen Wasserratten

  • Gitti
  • 21. October 2013 09:32
  • Blog

Die Schwimmbad-Otitis ist vor allem in den Sommerferien eine häufige Erkrankung bei Kindern. Sie tritt spätestens am zweiten Tag nach dem Baden auf. Betroffen sind meist Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Eine Ohrentzündung ist gut behandelbar, wenn die kleinen Patienten sofort einen HNO-Arzt aufsuchen. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, den lästigen Symptomen vorzubeugen.

Ursachen und Symptome

Als typische Schwimmbad-Erkrankung wird die Ohrenentzündung von Chlorwasser begünstigt, doch auch Meer- und Seewasser können sie auslösen. Dringen beim ausgiebigen Baden große Mengen Wasser in die Ohren, weicht mit der Zeit die sensible Haut im Gehörgang auf. Gleichzeitig wird das Ohrenschmalz, das als schützende Fettschicht dient, weggespült. Dadurch können Keime, die sowohl im Schwimmbad als auch im Meer oder in der See häufig vorhanden sind, leichter ins Ohr eindringen. Das feuchte und warme Milieu im Gehörgang bietet den Krankheitserregern beste Voraussetzungen zur Vermehrung. Auf diese Weise kommt es zu ersten Symptomen wie Juckreiz im Ohr und Berührungsempfindlichkeit im Bereich um die Ohren. Diese Anzeichen werden schnell von heftigen Schmerzen begleitet. Äußerlich ist die Schwimmbad-Otitis an der roten, geschwollenen Haut und einem trüben Sekret am äußeren Gehörgang zu erkennen.

Therapie und Vorbeugung

Wenn Sie bei Ihrem Kind Symptome einer Ohrenentzündung feststellen, sollten Sie sofort einen HNO-Arzt aufsuchen. Oft sind die Schmerzen für die kleinen Patienten unerträglich, erste Linderung bringen in diesem Fall kühlende Packungen oder Umschläge sowie Schmerzmittel. Der HNO-Arzt behandelt die Schwimmbad-Otitis mit einer entzündungshemmenden Salbe, die er mit Hilfe eines Gazestreifens vorsichtig im Gehörgang aufträgt. Oft handelt es sich bei der Ohrenentzündung um eine bakterielle Infektion, in diesem Fall verabreicht der Arzt antibiotische Ohrentropfen. Sie können allerdings selbst einiges tun, um einer Schwimmbad-Otitis vorzubeugen. Die Reinigung von Kinderohren mit Wattestäbchen etwa ist ein absolutes Tabu, weil so die keimabweisende Schutzschicht zerstört werden kann. Empfohlen wird dagegen, etwas Baby- oder Olivenöl nach dem Baden in den Gehörgang zu geben. Ist Ihr Kind anfällig für Ohrentzündungen, können Sie mit sogenannten Taucherohrentropfen aus der Apotheke vorbeugen. Bei ersten Symptomen kann auch eine Wasser-Essig-Lösung helfen.

Unbeschwerte Sommerferien ohne Ohrenschmerzen

Eine Ohrentzündung, die meist nach einem langen Tag im Schwimmbad auftritt, kann sehr schmerzhaft sein und den kleinen Patienten die Sommerferien verleiden. Durch die Beachtung einiger Maßnahmen zur Vorbeugung lässt sie sich allerdings vermeiden. Und wenn doch einmal die Symptome auftreten, kennt der HNO-Arzt zuverlässige Behandlungsmethoden.

Foto von: JackF; thinkstockphotos.de

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