Mängel am Hotelpool: das können Eltern tun

  • Gitti
  • 3. December 2013 17:34
  • Blog

In vielen Bundesländern hat die schönste Zeit des Jahres bereits begonnen: die großen Ferien. Kaum im Hotel angekommen, darf nach Herzenslust im Pool gebadet werden. Doch oft überschatten schreckliche Nachrichten die Urlaubsfreude. Immer wieder ertrinken Kinder im Hotelpool. Auch wenn Kinder sichere Schwimmer sind, kann der Pool für sie gefährlich werden. Eltern sollten deshalb den Hotelpool genau in Augenschein nehmen und auf mögliche Gefahren für ihre Kinder untersuchen.

Die Ansauganlage ist die größte Gefahr

Die meisten Todesfällen im Schwimmbecken werden durch defekte Ansauganlagen verursacht. Manchmal ist der Sog so groß, dass kleine Kinder dieser Strömung nicht entkommen können. Sie werden unter Wasser gezogen und müssen ertrinken, wenn die Ansauganlage nicht schnell gestoppt werden kann. Doch um die Anlage rechtzeitig auszuschalten, müssen andere Badegäste oder der Bademeister bemerken, dass ein Kind in Gefahr ist. In den vollen Pools der Ferienanlagen, in denen Kinder tauchen und toben, ist dies oft unmöglich. Ältere Kinder sollte man vor der Anlage warnen, kleine Kinder lässt man nur unter Aufsicht in die Nähe. Wenn sogar eine Abdeckung oder ein Gitter an der Ansauganlage fehlt, ist es besser, das Baden im Pool ganz zu verbieten.

Sog nicht mit dem Handtuch testen

Bei vielen Eltern ist der Handtuchtest beliebt, um den Sog der Ansauganlagen zu testen. Dabei wird ein Badetuch vor die Anlage gehalten. Wird es angesogen, ist der Sog zu stark und die Gefahr ist groß. Experten raten aber nachdrücklich von dieser Testvariante ab. Denn dadurch kann die Pumpe beschädigt werden, so dass der ganze Pool nicht mehr betrieben werden kann und gesperrt werden muss. Unmittelbare Gefahr besteht sogar für die Kinder auf der Rutsche, wenn die Ansauganlage die Rutsche mit Wasser versorgt. Kommt der Wassernachschub durch das Handtuch ins Stocken, können bei Kindern auf der Rutsche durch die plötzlich entstehende Reibung Verbrennung auftreten. Besser ist es sich der Ansauganlage vorsichtig zu nähern und die Sogwirkung achtsam zu überprüfen. Doch Achtung: Ein Sog, der einem erwachsenen Menschen nichts anhaben kann, kann für kleine Kinder sehr wohl lebensgefährlich sein.

Am Pool lauern weitere Gefahren

Hervorstehende Schrauben, scharfe Kanten an den Leitern und Springbrettern, Rost und zerbrochene Kacheln stellen weitere Gefahren für Badegäste dar. Auch hier sollten die Eltern sehr aufmerksam sein, denn schon kleine Verletzungen können die Urlaubsfreude nachhaltig trüben. Deshalb sollten Mängel am Pool sofort dem Reiseleiter gemeldet werden. Wenn eine Nutzung des Pools aufgrund der Mängel nicht zumutbar oder gar unmöglich ist, muss der Veranstalter dem Urlauber eine Minderung des Reisepreises gewähren.

Quelle des Bildes: rafcha – Fotolia (Werbung)

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