Schwimmhilfen – viele Produkte mangelhaft

  • Gitti
  • 11. February 2014 14:45
  • Blog

Im Wasser zu spielen ist für Kinder oft das Größte. Der Spaß mit dem kühlen Nass ist selbst für diejenigen möglich, die noch nicht schwimmen können, denn Schwimmhilfen sorgen für die notwendige Sicherheit. Allerdings versagen einige Schwimmhilfen deutlich: Im Test fielen gleich vier Modelle aufgrund ihrer mangelhaften Sicherheit auf.

Unglücksfälle durch Schwimmhilfen

In Frankreich sind gegen Ende der 90er Jahre gleich mehrere Kinder mit spielzeugähnlichen Schwimmsitzen in Form von beispielsweise Booten und Autos verunglückt. Anschließend wurden innerhalb von Europa diese Modelle verboten. Doch jetzt können sie wieder gekauft werden. Das Auto-Baby-Badeboot von Seruna, als Beispiel, fiel jedoch sofort bei der Sicherheitsprüfung mit einem Dummy durch. Das Boot kippte zur Seite als der Dummy darauf saß und der Kopf war sofort unter Wasser. Die Firma Seruna hatte es geschafft, das Modell ohne eine Überprüfung der Sicherheit auf den Markt zu bringen. Allerdings informierte die Stiftung Warentest nach dem beunruhigenden Dummy-Versuch die Aufsichtsbehörde, sodass der Verkauf gestoppt wurde. Generell sollten Sie beim Kauf von Schwimmhilfen für Ihre Kinder darauf achten, dass diese mit der Kennzeichnung EN 13138 versehen sind. Diese sagt aus, dass das Produkt einer Überprüfung der richtigen Sicherheitsnorm standgehalten hat. Grundsätzlich gilt, dass Schwimmhilfen keine Spielzeuge, sondern Schutzausrüstungen sind. Im Test wurden viele Schwimmhilfen mit der Note mangelhaft versehen, da keine Angaben bezüglich des CE-Prüfinstituts vorhanden gewesen sind. Somit ist eine Zurückverfolgung des Produkts nicht möglich. Schwimmhilfen für den Rücken, die Oberarme und die Brust benötigen als Schutzausrüstung jedoch eine Zulassung, die durch das CE-Zeichen von unabhängigen Instituten vergeben wird. Wichtige Warnhinweise waren dagegen bei den meisten Produkten vorhanden.

Zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel und Schadstoffbelastungen

Viele Schwimmhilfen sind zwar sicher aber es gibt auch Ausnahmen. Das Schlori Schwimmkissen hat zwar die Norm erfüllt, wird jedoch mithilfe einer Schleife am Rücken befestigt. Diese kann sich beispielsweise beim Spielen leicht lösen. Dagegen reißt bei den Cherek`s Kraulquappen der Ventilverschluss schnell ab, sodass er verschluckt werden kann. Die Sitze von Bestway und Beco sind trotz der Prüfung nach der richtigen Norm nicht sicher. Das Modell von Beco besitzt sogar das GS-Zeichen. Wie vorgeschrieben verfügen beide Sitze über mehrere Luftkammern. Fällt jedoch nur eine Kammer aus, können beide Produkte das Kind nicht über Wasser halten. Dazu sind die Beinöffnungen jeweils so groß, dass selbst größere Kinder hineinpassen und somit kopfüber kentern können. Außerdem fiel im Test auf, dass mehrere Schwimmhilfen Schadstoffe enthalten. Oft jedoch nur in kleinen Mengen. Von 24 Produkten sind in lediglich fünf Modellen keine oder kaum Schadstoff-Spuren zu finden gewesen. Dabei handelte es sich um die Schwimmflügel von Bema und Beco, die Schwimmnudel sowie der Schwimmsitz von Beco und das Schlori-Schwimmkissen. Dagegen sind die Schwimmlernhilfen von Starfish, das Badeboot von Seruna, die Schwimmgürtel von Hudora und Beco, Cherek`s Kraulquappen und das Bestway swim safe Kickboard entweder stark mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen oder mit Phthalat-Weichmachern versetzt.

Nicht alle Schwimmhilfen sind sicher

Viele Schwimmhilfen sind zwar sicher aber es gibt auch Ausnahmen. Deshalb sollten Sie beim Kauf immer darauf achten, dass die Modelle mit der Kennzeichnung EN 13138 versehen sind, da bei diesen Produkten eine Überprüfung mit der richtigen Sicherheitsnorm durchgeführt wurde. Außerdem empfiehlt es sich, von einem Kauf der schadstoffbelasteten Produkte abzusehen.

Quelle des Bildes: Jürgen Fälchle – Fotolia (Werbung)

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